KI am Tatort

Bei der forensischen Auswertung von Tatortdaten werden sehr oft tesafilmartige Spurenträger verwendet, um Proben von bestimmten Oberflächen zu sammeln. Diese Spuren müssen anschließend in einem manuellen und sehr aufwendigen Prozess von Laborpersonal unter dem Mikroskop auf Zusammenhänge untersucht werden.

Aus diesem Grund schlossen sich sechs europäische und ein israelisches Labor zusammen und schrieben mithilfe der EU ein Horizon-2020-Projekt aus, mit dem dieser Spurenklassifikationsprozess voll automatisiert werden sollte.

Die AI-UI stellt sich seit anderthalb Jahren zusammen mit Optimal Systems und Aura Optik als Konsortium dieser Aufgabe und entwickelte einen vollautomatischen Forensikroboter.

Vorkenntnisse

Es müssen keinerlei Vorkenntnisse mitgebracht werden. Bei unserer Arbeit mit den Verschiedenen Laboren und Experten musste wir ständig komplexe Zusammenhänge aus Technik und maschinellem Lernen vereinfacht herunterbrechen und erklären.

Lernziele

  • Zuhörer:innen sollen sich in ihrer möglicherweise ähnlich komplexen Problemstellung wiederfinden und erkennen, dass die Verwendung modernster Algorithmen möglicherweise auch ihnen das Leben einfacher machen kann. Da es sich hierbei um Bilderkennung handelt, lassen sich einfach Brücken zur Qualitätssicherung in der Industrie 4.0 oder zu ähnlichen Problemstellungen finden.
  • Des Weiteren gibt diese Vorstellung interessante Einblicke in die Forensik.

Speaker

 

Martin Schiele
Martin Schiele ist Wissenschaftler an der TU Ilmenau und arbeitet dort seit über sechs Jahren in den Bereichen Thermo- und Gasdynamik sowie Künstliche Intelligenz. Aufgrund der Erfahrungen mit der Komplexität des Themas, dem Mangel an fähigen Softwareentwicklern und dem Wunsch, KI in der Forschung mehr einzubinden, wurde er Mitentwickler von AI-UI, einem GUI für KI.

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